SPOTIFY FOR ARTISTS

Seit letztem Herbst ist das Spotify for Artists Programm geöffnet und für alle Künstler, Labels und Manager zugänglich. Ein großer Schritt für Spotify und ein großer Schritt für uns alle. Was seit der BETA Version in 2015 noch unter „Spotify Fan Insights“ bekannt war, wurde umbenannt in „Spotify for Artists“. Welche Features, Funktionen und Mehrwerte dieses Tool bietet, erfährst du in diesem Artikel.
Wir führen dich durch die Anmeldung und schauen uns an, was Spotify for Artists kann.

Zugang zu Spotify for Artists

Um Spotify for Artists nutzen zu können, musst du dir natürlich erstmal einen Account zulegen. Hast du für deinen Musikgenuss schon einen Spotify Account, kannst du diesen sogar nutzen, um auch dein Artist Profil zu verwalten. Bis Ende 2017 musstest du noch mindestens 250 Follower auf Spotify vorweisen können, um für die Insights freigeschaltet zu werden. Heute steht jedem Künstler der Zugriff auf diese Daten zur Verfügung (ohne Einschränkung).

Folge diesem Link und starte die Anmeldung.

Hast du den Link aufgerufen, landest du im ersten Schritt der Anmeldung. Wähle hier aus, ob du das Spotify Artist Profil als Künstler oder als Manager betreuen möchtest. Als Artist Manager oder Label hast du natürlich auch die Möglichkeit alle Profile deiner Künstler über denselben Account zu managen.

Spotify for Artists Anmeldung 1

Gib anschließend den Namen des Profils ein, dass du übernehmen möchtest.
Jetzt musst du dich entweder mit deinem eigenen Spotify Account einloggen, oder du erstellst dir schnell einen neuen Account. Ab hier wirst du weiter durch die Anmeldung geführt, die sehr einfach nachvollziehbar ist.

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Hat alles geklappt, dann bist du jetzt verifizierter Artist bei Spotify – Glückwunsch!

Was kann Spotify for Artists? – Und was kann es nicht?

Ab sofort hast du Zugriff auf Daten deines Spotify Publikums und kannst auch dein Profil  anpassen. Nun, sehr viele Möglichkeiten für die Anpassung stehen aktuell nicht zur Verfügung… Aber die User haben ja mittlerweile gelernt wie ein Künstlerprofil aussieht und wo sie welchen Button finden. Daher ist die begrenzte Möglichkeit zur Anpassung nicht wirklich tragisch.

Artist Profile und Bio

Das prominenteste Feature der Profilanpassung ist das Titelbild deines Artist Profiles. In den „Profile Tools“ kannst du ein Bild deiner Wahl hochladen – dieses erscheint dann prompt auch in der App, wenn du dein Künstlerprofil auf Spotify aufrufst. Achte darauf, dass dein Bild groß genug ist und ansprechend professionell aussieht. An dieser Stelle möchten wir nochmal betonen, wie auch schon im Artikel über das Facebook Titelbild, wie wichtig professionelle und gute Bandbilder eigentlich sind! Auch dein Profilbild (das runde Künstlerbild) kannst du natürlich ändern. Dieses Bild erscheint dann in der Suche und in der „Ähnliche Künstler“ Übersicht. Gerade wenn es um Neuentdeckungen der Fans geht, entscheidet auch das Bild darüber mit, ob der User dein Profil anklickt und deine Musik hören will.

Die zweite große Änderungsoption ist das Einfügen deiner Bio. Da auf Spotify User aus der ganzen Welt aktiv sind, empfehlen wir den Biotext auf Englisch einzustellen. Im Text kannst du sogar mit dem „@“-Symbol Spotify-interne Verlinkungen zu Songs, Alben, Playlists und anderen Künstlern setzen. Außerdem kannst du, falls vorhanden, auch Wikipedia Artikel unter der Bio verlinken.

Weiter unten im Artikel zeigen wir dir noch eine Möglichkeit deine Bio und Pressebilder auf Spotify, Apple Music und weiteren Stores zu veröffentlichen.

Ein weiteres nettes Feature ist der „Artist’s Pick“. Dort kannst du den Besuchern deines Profils beispielsweise mit einer kleinen Nachricht und einem Bild einen Song, ein Album oder eine Playlist vorstellen. Der „Artist’s Pick“ verschwindet nach 14 Tagen wieder, kann aber ständig aktualisiert werden. Auch den nächsten Konzerttermin kannst du deinen Fans mit dem „Artist’s Pick“ prominent in deinem Spotify Profil zeigen.

Spotify Artists Pick

Quelle: Spotify

 

Team erweitern

Besteht das Team rund um einen Künstler aus mehreren Akteuren (z.B. Label, Management, Booking etc.) kannst du auch Zugangsberechtigungen zu deinen Artist Insights erteilen. Über die „Manage Team“-Funktion kannst du mit einer Email Adresse jeden einladen, für den der Zugriff wichtig ist. Voraussetzung hierfür ist natürlich auch wieder ein Spotify Account.

Du kannst drei verschiedene Zugriffslevels, je nach Rolle, innerhalb deines Teams gewähren:

  • Full Access – kompletter Zugang zu deinem Profil, allen Features, Statistiken und der Möglichkeit Teammitglieder hinzuzufügen (z.B. Bandmitglieder, Manager).
  • Edit Access – Bearbeitung des Profils und Statistiken (z.B. Promo-Partner, Booker)
  • View Access – Nur Einsicht in die Statistiken (z.B. Produzenten)

Für Labels oder Manager gibt es die Möglichkeit auch mehrere Profile über denselben Spotify Account zu verwalten.

Spotify Daten

Nachdem du die Möglichkeiten der Gestaltung deines Spotify Artist Profiles gesehen hast, tauchen wir jetzt in die wirklichen Insights der Plattform ein. Mit Hilfe der Daten will Spotify dir die Möglichkeit geben, mehr über dein Publikum zu lernen und diese Daten auch für zukünftige Entscheidungen zu nutzen.

Audience Insights

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Quelle: Spotify

 

In den Audience Insights kannst du die wichtigsten Daten über dein Publikum einsehen und sie über einen Zeitfilter erweitern oder verengen. Hier siehst du die Anzahl der Listener pro Tag, die Anzahl der Streams pro Tag und kannst das Wachstum deiner Follower beobachten. Zusätzlich kannst du hier einen Vergleich mit einem anderen Künstler anstellen.

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Im oben gezeigten Abschnitt kannst du sehen, wo und wie deine Streams entstehen. Hier siehst du die Verteilung der Streamquellen, wie beispielsweise private oder von Spotify kuratierte Playlists, gespeicherte Musik der User, Artist Profile etc.

 

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Im dritten Abschnitt bekommst du noch demographische Merkmale deines Publikums an die Hand, wie die Geschlechterverteilung und die Verteilung innerhalb verschiedener Altersgruppen (<18, 18-22, 23-27,28-34, 35-44, 45-59 und 60+ – ja, es gibt Spotify User jenseits der 60).

Weiter unten in den Statistiken siehst du noch detaillierte Ortsangaben, zuerst anhand einer Weltkarte segmentiert auf die einzelnen Länder. Darüber hinaus werden die Daten auch noch auf „Top-Cities“ heruntergebrochen. Diese Daten interessieren natürlich den Booking-Agenten, der die nächste Tour für dich plant. Er kann potentiell interessante Städte auf den ersten Blick sehen und natürlich bekommt er gute Argumente für die lokalen Veranstalter an die Hand.

Song Insights

Die Song Insights geben dir einen Überblick der Streaming-Daten über die einzelnen Songs in deinem Profil. Hier siehst du aufgeschlüsselt die Anzahl der Streams, der Listeners und Saves für jeden einzelnen Song von dir.

Playlists

Sehr interessant ist der Playlists Bereich. Hier kannst du sehen, in welchen Playlisten deine Songs auftauchen. Da Playlists so etwas wie der heilige Gral auf Spotify sind, gilt diesem Bereich natürlich auch besondere Aufmerksamkeit. Im Bild unten kannst du sehen, dass die Playlisten unterteilt sind in generische oder algorithmische Playlisten, kuratierte Playlisten von Spotify und User-generated Playlists. Diese Daten geben dir Aufschluss über die Hörer und Streams deiner Songs, die einer spezifischen Playlist zugeordnet wurden.

 

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Concerts

Der letzte Instights-Bereich dient zur Promotion deiner Shows. Leider kannst du einzelne Konzerte nicht in Spotify selbst anlegen, sondern musst den Umweg über Songkick gehen. Hier kannst du dich einfach registrieren und loslegen. Songkick wird dann deine Konzerttermine automatisch an Spotify und in dein Künstlerprofil liefern.

Deine Bio und Bilder in Apple Music und anderen Music Stores

Bei bekannten Künstlern sieht man oft auch noch weitere Bilder im Spotify Profil. Diese können nicht im Artist Profile selbst eingebaut werden, sondern Spotify und andere Dienste, wie z. B. Apple Music und Shazam, greifen auf die riesige Musikdatenbank Allmusic zu und werden mit entsprechenden Inhalten versorgt.

Hier erfährst du, wie du deine Daten bei Allmusic einreichen kannst.

Fazit

Nachdem wir Spotify for Artists in vielen Projekten mit verschiedenen Künstlern bereits intensiv genutzt haben, ist es aus unserem Workflow kaum mehr wegzudenken. Spotify Promo-Kampagnen können wir damit deutlich gezielter und damit auch effizienter platzieren und ausspielen. Auch in der Kommunikation mit Künstlermanagern, Labels, Booking-Agenturen und lokalen Veranstaltern sehen wir immer häufiger das Potential und die Relevanz der Daten für alle Beteiligten, auf deren Grundlage gute Entscheidungen für zukünftige Releases, Touren und Specials getroffen werden können. Wer den Zugang noch nicht beantragt hat, sollte das schnellstmöglich nachholen.

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Von | 2018-02-23T10:51:47+00:00 Februar 23rd, 2018|Musik Business, Spotify|0 Kommentare

Über den Autor:

Nicolaj ist Mitinhaber von Dunstan Music / Dunstan Media House. Er verfügt über breit gefächerte Erfahrung und detailliertes Branchen-Wissen im Bereich der Musikindustrie. Sein Daily Business umfasst weltweite crossmediale Kampagnen, sowohl für Künstler und Bands als auch für internationale Marken (u.A. Schlagwerk). Nicolaj's Spezialgebiet ist Social Media Marketing.

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